Übersäuerung testen
Aktualisiert: 28. Sept.

Unser Säure-Basen-Haushalt ist ein komplizierter körperlicher Vorgang. Für optimale Funktionen braucht unser Körper einen PH wert von 7,4. Ein niedriger PH Wert deutet auf eine Übersäuerung hin. Die meisten chronischen Erkrankungen wie Allergien, rheumatische Erkrankungen, Viruserkrankungen, Krebserkrankungen gehen mit einer Übersäuerung des Körpers einher.
Problematisch wird die Übersäuerung im Körper, wenn sie über Jahre bleibt, da Menschen dauerhaft gestresst sind und sich falsch ernähren.
Eine ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an basischer Kost ist eine gute Grundlage, lange gesund zu bleiben.
Säuernde Kost
Normale Zivilisationskost besteht häufig zu 80-90 % aus Säurebildnern wie Wurst, Fleisch, Fisch, Käse und Weißmehl, frittierte Speisen, Fertiggerichte, Kantinenkost, zuckerhaltige Lebensmitteln, Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol. Da sich die meisten Menschen auf diese Art und Weise ernähren, sind sie auch übersäuert.
Durch jahrelange Übersäuerung hat der Körper aus einer Notsituation überschüssige Säure im Bindegewebe und Gelenken zwischengelagert. Durch zu viele Säure im Körper kann es zu Migräne, Arthrose, Gelenkbeschwerden, hormonellen Störungen, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden kommen.
Psychische Ursachen
Die Lebensweise beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt tiefgreifend und es ist nachgewiesen, dass Stress sauer macht:
Durch eine gestresste, flache Atmung wird nicht genügend saures Kohlendioxid abgeatmet und es gelangt nicht genügend Sauerstoff ins Blut.
Bei Stress werden vermehrt Stresshormone wie Corisol, Adrenalin ausgeschüttet, welches bestimmte Organfunktionen heruntersetzt, wie ein optimales Verdauungssystem. Durch komplexe Regelkreise , werden vermehrt Säuren gebildet.
Durch zu wenig Bewegung im Freien, wird die Produktion von Milchsäure im Gewebe erhöht.
Weitere Faktoren, die eine Übersäuerung fördern:
Bewegungsmangel
Schlafmangel
Starke Emotionen wie Wut, Trauer, Zorn
Elektrosmog
Schwermetallbelastungen
Für viele Menschen wäre es optimal, wenn sie sich zu 70 Prozent von basischen Lebensmitteln ernähren würden.
Urinuntersuchung nach Sander
In einer aktuellen Untersuchung wurden die verschiedenen Testmethoden zur Beurteilung des Säure-Basen-Haushaltes geprüft. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass derzeit kein Testverfahren ausreichende diagnostische Sicherheit bietet, um die Säure-Basen-Verhältnisse bei Patienten zu diagnostizieren. Danach ist besonders die Säure-Titration nach Sander als ein Maß für die Größe des metabolischen Stresses beschrieben. Besonders geeignet ist die Untersuchung für die Verlaufsbeurteilung nach Umstellung auf basenreiche Kost.
Was kann ich noch tun ?
Basenpulver oder Tabletten sind spezielle Mineralmischungen, die den Körper dabei unterstützen Säuren abzubauen
Regelmäßige Basenbäder mit basischen Badezusätzen (Drogerie und Apotheke) unterstützen die Säureabgabe über die Haut
Regelmäßige moderate körperliche Betätigung
Trinken sie ein Liter Säure-Basentee
Baseninfusionen
Bei Patienten mit einem gestörten Säure-Basen-Gleichgewicht, bei denen der Säure-Basen-Test auffällig ist, sprechen ausgezeichnet auf eine Infusionskur mit Baseninfusionen an. Besonders gute Erfolge habe ich bei Patienten mit folgenden Krankheitsbildern:
chronische Müdigkeit
chronisch-degenerative Erkrankungen
Immunstörungen / Allergien
Schmerzen (z. B. Fibromyalgie, Rheuma)
Mineralstoffstörungen
Schwermetallbelastungen
Säure-Basen-Tee
20 g Ackerschachtelhalm
20 g Brennesselkraut
10 g geschrotete Fenchelfrüchte
10 g Kamillenblüten
5 g Brunnenkresse
Zubereitung und Anwendung
2 gehäufte Teelöffel Teemischung mit ¼ Liter siedenden Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, durch ein Sieb gießen. Täglich 2-5 Tassen.


