HISTAMININTOLERANZ IN DÜSSELDORF & SOLINGEN
Histaminintoleranz:
schnell diagnostiziert, gezielt behandelt
Hautrötungen, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme kurz nach dem Essen können auf eine Histaminintoleranz hindeuten. Anders als bei einer echten Allergie fehlt hier meist nur ein Enzym, das Histamin abbaut. Die Diagnostik ist schnell und einfach – ich kläre die Ursache gezielt ab.
✓ Diagnose per Blut-, Stuhl- und Urintest – keine typische Allergie


Die Histaminintoleranz zählt zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Es handelt sich nicht um eine typische Allergie, auch wenn die Beschwerden sehr ähnlich aussehen – tatsächlich fehlt meist nur ein Enzym, das überschüssiges Histamin im Körper abbaut.
Da Histaminintoleranz häufig gemeinsam mit anderen Unverträglichkeiten auftritt, prüfe ich im Rahmen der Diagnostik meist gleich mehrere mögliche Ursachen – für eine Behandlung, die wirklich zu Ihrem Befund passt.
Histaminintoleranz verstehen

Histaminintoleranz ist eine Form der Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Es handelt sich nicht um eine typische allergische Unverträglichkeit, obwohl die Symptomatik sehr ähnlich ist. Die Diagnostik der Histaminintoleranz ist sehr schnell und einfach durchgeführt.
Was ist Histamin?
Histamin ist ein biogenes Amin, welches im menschlichen Körper an unterschiedlichen Funktionen beteiligt ist. Histamin steuert Blutdruck, Verdauung, Immunsystem, Appetit, Permeabilität der Gefäße und den Schlaf.
Bei allergischen Reaktionen mit Tierhaaren, Hausstaubmilben, Pollen und anderen Allergenen wird Histamin freigesetzt. Typische Beschwerden sind Nesselsucht, Hautrötungen, Schnupfen, laufende Nase, Juckreiz aber auch Kopfschmerzen. Antihistaminika unterdrücken die Wirkung von Histamin und helfen nicht nur bei Heuschnupfen sondern auch bei anderen allergischen Reaktionen, die mit Histamin übermittelt werden.
Histamin in Lebensmitteln
Histamin ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten. Alle Nahrungsmittel, die eine Reifeprozess durchlaufen oder mit Hefekulturen oder Bakterien verarbeitet werden enthalten sehr viel Histamin. Dazu gehört lang gereifter Käse, geräucherter Schinken, Sauerkraut, Wein, Schokolade, fermentierter Tee (Schwarzer Tee).
Ursachen der Histaminintoleranz
Jeder Mensch kommt ständig in Kontakt mit Histamin, welches auch kein Problem darstellt, da unser Körper ein Enzym besitzt, welches Histamin abbaut. Histamin wird durch das Enzym Diaminoxidase (DAO)in Leber, Niere, Dünndarm gespalten und unschädlich gemacht. Wenn Menschen ein Mangel dieses Enzyms haben, gelangt zu viel Histamin in den Körper und es kommt zu typischen Allergiesymptomen.
Zuviel Histamin im Organismus
Bei Menschen mit einer Histaminintoleranz ist die Histamin-Toleranzschwelle niedrig.
Verschiedenen Ursachen sind möglich:
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Wenn das Enzym DAO nicht ausreichend gebildet wird, kann nicht genügend Histamin abgebaut werden und große Mengen kommen über die Nahrung in den Körper. Da der Körper das Histamin nicht selber bildet, sondern von außen aufgenommen wird, handelt es sich nicht um eine echte Allergie. Nach der Aufnahme von histaminhaltigen Speisen wie Bananen, Rotwein, Walnüssen, Schokolade etc. kommt es zu typischen Beschwerden.
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In der Darmflora von Betroffenen findet sich häufig eine Fehlbesiedlung mit Bakterien. Diese histaminfreisetzenden Bakterien produzieren ständig große Mengen an Histamin, die den Organismus überschwemmen. Diese Bakterien kann man durch eine Darmflorauntersuchung feststellen.
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Bei der dritten Ursache werden im Darm durch eine echte allergische Reaktion Histamin durch Mastzellen freigesetzt, da die Betroffenen eine echte Allergie gegen bestimmte Nahrungsbestandteile haben.
Durch viele Medikamente wie ASS und Diclofenac oder durch akute Magen-Darminfekte kann die Aktivität von DAO heruntergesetzt werden und es kommt zu einem verminderten Abbau. Auch Alkoholkonsum setzt die Dao Aktivität herab.
Medikamente die die Aktivität von DAO runtersetzen
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Analgetika: Morphin, Pethidin, NSAR, ASS, Metamizol
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Antiarrhythmika: Propafenon
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Antibiotika: Cefuroxim, Cefotiam, Isoniazid, Pentamidin, Clavulansäure, Choroquin
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Antidepressiva: Amitriptylin
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Antihypertensiva: Verapamil, Alprenolol, Dihydralazin
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Antihypotonika: Dobutamin
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Broncholytika: Aminophyllin
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Diuretika: Amilorid
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H2-Rezeptorantagonisten: Cimetidin
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Lokalanästhetika: Prilocain
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Motilitätsbeeinflussende Mittel: Metoclopramid
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Mukolytika: Acetylcystein, Ambroxol
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Muskelrelaxantien: Pancuronium, Alcuronium, D-Tubocurarin
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Narkotika: Thiopental
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Röntgenkontrastmittel: ionische und nichtionische Kontrastmittel
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Zytostatika: Cyclophosphamid
Lebensmittel die die Histaminfreisetzung fördern: Histaminliberatoren
Bei einigen Patienten tritt eine Histaminintoleranz nach Verzehr von Histaminliberatoren auf. Die sind in Erdbeeren, Zitrusfrüchten, Tomaten und Meeresfrüchten enthalten. Auch Glutamat (Geschmacksverstärker) kann eine Histaminfreisetzung fördern. Diese Lebensmittel haben keine hohen Konzentrationen an Histamin, fördern jedoch die Freisetzung von Histamin.
Typische Symptome der Histaminintoleranz
Die Symptome treten in der Regel wenige Minuten bis zu Stunden nach der Aufnahme von histaminreichen Lebensmitteln, wie Schokolade, Meeresfrüchte,Hartkäse, Sauerkraut und Rotwein oder aber histaminausschüttender Nahrungsmittel auf.
Anzeichen von Histaminintoleranz
Typische Symptome der Histaminintoleranz sind:
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Bauchschmerzen
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Blähungen und Übelkeit
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Durchfall
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Flushsymptomatik
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Hautausschläge
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Herzrasen
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Juckende Haut
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Kopfschmerzen
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Kreislaufprobleme
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Müdigkeit
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Nasenrinnen bzw. Nasenschleimhautschwellung
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Schwindel
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Schwindel
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Urticaria
Weitere Symptome
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depressive Verstimmung, Wassereinlagerungen
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krampfartigen Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhö)
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Mattigkeit, Müdigkeit oder Schlafstörungen
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Schwellungen im Gesicht
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zyklusabhängigen Kopfschmerzen
Diagnostik
Neben dem ausführlichen diagnostischen Gespräch werden 3 wichtige diagnostische Tests durchgeführt.
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Dao (Diaminooxidase im Blut)
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Histamin im Stuhl
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Histamin im Urin
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Darmflorauntersuchung auf histaminbildende Keime der Darmflora
Bei Histaminintoleranz sollten weitere Unverträglichkeiten wie Laktose-, Fruktose-, Sorbitintoleranz und Glutenunverträglichkeit ausgeschlossen werden. Häufig kommt eine Histaminintoleranz wenn bereits eine andere Unverträglichkeit vorhanden ist. Daher sollten alle Unverträglichkeiten getestet werden.
Nach Feststellung einer Histaminunverträglichkeit sollte für 2 Wochen auf histaminhaltige Kost verzichtete werden. In der Regel klingen die Beschwerden in dieser Zeit ab oder verschwinden ganz. In der nachfolgenden Phase kann man stufenweise einzelne Lebensmittel, die persönlich noch gut toleriert werden, austesten.
DAO
Diaminoxidase (DAO) ist ein kupferhaltiges Enzym, das als Cofaktor die Vitamine Kupfer, Zink, B6 und C benötigt. DAO wird beim Menschen hauptsächlich in den Enterozyten, aber auch in der Plazenta, der Leber und den Nieren produziert.
Probiotika bei Histaminintoleranz
Bei Histaminintoleranz können nicht alle Probiotika eingenommen werden, da bestimmte Lactobacillen histaminbildend sind oder durch biogene Amine (Tyramin) den Histaminabbau hemmen.
Folgende Stämme sollten nicht in einem Probiotikum enthalten sein
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Lactobacillus casei
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Lactobacillus fermentii / fermentum
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Lactococcus lactis
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Enterococcus faecialis
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Enterococcus faecium
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Escherischia coli
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Lactobacillus delbrueckii subsp. bulgaricus
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Lactobacillus helveticus
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Streptococcus thermophilus
Folgende Probiotika können bei Histaminintoleranz eingesetzt werden
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Kijimea immun Pulver
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Omniflora N
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LGG Kapseln
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Probio Histamed
––– THERAPIE & ERNÄHRUNG
Nicht jedes Probiotikum ist
bei Histaminintoleranz geeignet
Nach der Diagnose sollte für zwei Wochen auf histaminhaltige Kost verzichtet werden – die Beschwerden klingen in dieser Zeit meist ab. Anschließend werden einzelne Lebensmittel stufenweise wieder ausgetestet. Bei begleitenden Probiotika ist Vorsicht geboten: Manche Bakterienstämme bilden selbst Histamin oder hemmen dessen Abbau.
Ungeeignete Bakterienstämme
➔ Meiden
histaminbildend oder abbauhemmend
Lactobacillus casei, fermentii/
fermentum, helveticus, delbrueckii
Lactococcus lactis, Streptococcus thermophilus
Enterococcus faecalis / faecium, Escherichia coli
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Gut verträgliche
Präparate
➔ Empfohlen
speziell für Histaminintoleranz
Kijimea Immun Pulver
Omniflora N, LGG Kapseln
Probio Histamed
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––– HÄUFIGE FRAGEN


