Hämopyrrolurie (HPU)/Kryptopyrrolurie
Aktualisiert: 28. Sept.

Was bedeutet HPU?
HPU ist eine vererbbare Stoffwechselkrankheit, die hauptsächlich bei Frauen auftritt. Sie wird Kryptopyrrolurie (KPU), Hämopyrrolurie (HPU) oder Hämopyrrollaktamurie genannt.Bei der Erkrankung wird mit dem Urin eine erhöhte Menge an Pyrrolen nachgewiesen. Bei der Bildung und beim Abbau von Hämoglobin kommt es zu Störungen und damit zu vermehrter Bildung von Pyrrolen. Diese Pyrrole können nur durch zur Verfügung gestelltes Zink und Vitamin B6 ausgeschieden werden. Hierdurch gehen benötigte Mineralien und Vitamine verloren und fehlen an anderen Stellen im Organismus. Die so entstandenen Verbindungen werden über den Urin ausgeschieden und können mit Hilfe eines KPU-/HPU-Test auf Kryptopyrrolurie in Düsseldorf und Solingen getestet werden.
Die Kryptopyrrolurie / Hämopyrrollaktamurie ist keine Erkrankung, sondern eine Stoffwechselstörung, in deren Folge, durch den Verlust an Mikronährstoffen, diverse Krankheitsbilder entstehen können.
Ca. 10 % der Bevölkerung sind von dieser Störung betroffen. Frauen sind häufiger von der Erkrankung Kryptopyrrolurie betroffen als Männer.
Welche Bezeichnung ist richtig: Kryptopyrrolurie oder Hämopyrrollaktamurie
Früher wurde die Erkrankung als KPU oder Kryptopyrrolurie bezeichnet. Die heutige korrekte Bezeichnung ist also Hämopyrrollaktamurie oder HPU.
Geschichte
Bei Patienten mit psychischen Erkrankungen, wie Psychosen, Depressionen oder Schizophrenie, wurde 1960 von Irvine im Urin eine Substanz nachgewiesen, die durch Zugabe einer Substanz zu einem typischen, bläulich-lila Farbumschlag der Probe führt. Es konnte nachgewiesen werden, dass es sich um die Substanz Kryptpyrrol handelt.
Stoffwechsel
Wenn die Pyrrole nicht ausgeschieden werden können, reichern sie sich in bestimmten Geweben an und können bestimmte Krankheiten verursachen.
Die ausgeschiedenen Mineralien und Vitamine fehlen in anderen Bereichen. Betroffene sind infektanfälliger, erschöpfter, haben häufig eine schlechte Wundheilung, Schilddrüsen-störungen und Nahrungsmittelintoleranzen.
Mit Hilfe von Zink, Vitamin B6 und Magnesium werden wichtige Enzyme des Verdauungssystems hergestellt. Es werden Botenstoffe des Gehirns, wie Serotonin (Glückshormon), Dopamin (Motivation und Antrieb), Melatonin (Schlafhormon), gebildet. Somit kann es zu Depressionen, Antriebsarmut, Schlafstörungen, Ruhelosigkeit und Konzentrationsstörungen kommen.
Besonders endokrine Drüsen wie die Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse und Nebenniere benötigen zur normalen Hormonproduktion ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen.
TypischeVeränderungen durch die Stoffwechselstörung:
Resorptionsstörungen von Mikronährstoffen, Mangel an Zink, Vitamin B6, Vitamin D, Eisen und Mangan
Psychische Störungen, Stressempfindlichkeit, eingeschränktes Kurzzeitgedächtnis, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Lernstörungen, depressive Verstimmungen, Ängstlichkeit, Aggressivität, Licht-, Geruchs- und Geräuschempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Migräne, Suchtverhalten, Depressionen, Angststörungen, Psychosen, Autismus und AD(H)S
Erschöpfung, Energiemangel, Schwäche, chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsstörungen
Störungen im Magen-Darm Trakt , Reizdarm, Blähungen, Verstopfungen, Durchfall, Übelkeit, Magenschleimhautentzündungen, Reflux, Bauchschmerzen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Glutenunverträglichkeit, Laktose-, Fruktose-, Sorbit-, Glukose- und Histaminintoleranz, Leaky-Gut-Syndrom, Alkoholunverträglichkeit, verminderter Gallenfluss
Mangelnde Entgiftung von Schwermetallen: Aluminium, Amalgam, Blei, Cadmium, Quecksilber, Pestiziden, Insektiziden, Fungiziden und alle anderen chemischen Verbindungen
Störungen des Immunsystems mit Infektanfälligkeit, häufige Erkältungskrankheiten, Pilz-und Herpesinfekte, Autoimmunerkrankungen (Hashimotothyreoiditis).
Störungen des Eiweißstoffwechsels, verminderte Bildung von Serotonin, Dopamin, GABA, Noradrenalin, Störungen der Hormone Progesteron, Testosteron, Schilddrüsenhormone, Cortisol
Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Ammoniakabbaustörung, Auf- und Umbaustörung von Aminosäuren (Gluthathion, Taurin).
Störungen des Zuckerstoffwechsels, Diabetes mellitus, Unterzuckerungen, Heißhunger. Insulinrestistenz
Gynäkologische Störungen : Blutungsstörungen, Zyklusunregelmäßigkeiten, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Polyzystisches Ovar (PCO), Unfruchtbarkeit, Schwangerschaftserbrechen, Fehlgeburten, Schwangerschaftsdiabetes
Hauterkrankungen, Juckreiz, Allergien, Licht-, und Sonnenempfindlichkeit, Neurodermitis, Psoriasis, Mundraumentzündung, Schleimhautentzündungen, Heuschnupfen, Asthma, HNO-Beschwerden, feine Haare, Haarausfall, brüchige Nägel, Weißfleckigkeit der Nägel
Erkrankungen des Bewegungsapparat Bindegewebe, Knochen, Gelenken Muskel- und Bindegewebsschwäche, Knorpel- und Knochendeformationen, Arthrose/Arthritis, Osteopenie/Osteoporose
Sehstörungen, Nachtblindheit, Lichtempfindlichkeit, Grauer Star, Makuladegeneration, Optikusneuropathie, Geräuschempfindlichkeit, Tinnitus, Schwerhörigkeit
Psychische Symptome bei einer Stoffwechselstörung
Folgende Phänomene und Erkrankungen und Persönlichkeitsmerkmale sind gehäuft diagnostiziert worden:
AD(H)S (Aufmerksamheits-Defizit-(Hyperaktivitäts-)Syndrom)
Depression
geringe Stresstoleranz, Stressvermeidungs-Strategien, Hochsensibilität
Psychische Störungen und Erkrankungen
schlechtes Kurzzeitgedächtnis
Diagnostik der Hämopyrrollaktamurie
Die Diagnose der HPU/KPU erfolgt mit Hilfe einer Urinuntersuchung. Die Materialien für die Laboruntersuchung erhalten Sie in der Praxis. Die Laborkosten werden von privaten Versicherungen und Zusatzversicherungen übernommen.
Erweiterte HPU Diagnostik
Gesundheitscheck Darm, Florastatus, Magendarmdiagnostik
Leaky Gut Syndrom
Mineralstoff-und Vitaminstatus
Schwermetallbelastung
Nahrungsmittelintoleranztestungen
Endokrine Störungen
HBA1 C, Diabetes Diagnostik
Abklärung Nitrosativer Stress
Therapie der Hämopyrrollaktamurie
Der orthomolekulare Therapieansatz besteht in der Ergänzung der Mikronährstoffe, die durch die HPU/KPU vermehrt ausgeschieden werden. Es wird unter anderem Zink, aktives Vitamin B6, Mangan und Magnesium ergänzt.
Zur Verbesserung der Mikronährstoffversorgung:
Ernährungsumstellung auf biologische Kost mit einem hohem Gemüseanteil
Nahrungsergänzungsmittel
Darmsanierung
Vermeiden unverträglicher Nahrungsmittel nach Testung


