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Nahrungsmittelintoleranz

13. Juli 2021
2 Min. Lesezeit


Wurde bei Ihnen eine Nahrungsmittelintoleranz festgestellt oder haben sie typische Beschwerden?


Vertragen sie bestimmte Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Obst, Brot oder Alkohol nicht und wissen nicht was die Ursache sein könnte?


Haben sie Bauchschmerzen, Darmkrämpfe, Völlegefühl, Übelkeit, Durchfall oder auch nur Unwohlsein im Bauch ohne das eine Ursache bisher gefunden wurde. Wurde bei Ihnen ein Reizdarmsyndrom mit psychosomatischer Ursache diagnostiziert  oder sind sie erschöpft?


Nahrungsmittel werden immer komplizierter produziert und die Kontrolle all dieser Verfahren ist für Lebensmittelbehörden überhaupt nicht möglich. Dadurch haben wir immer mehr komplexe Nahrungsbestandteile, die unsere Vorfahren gar nicht kannten und bei vielen Menschen Nahrungsmittelintoleranzen hervorrufen. Zum Beispiel enthält das heute produzierte Brot weit mehr Gluten als noch vor 20 Jahren. Viele Brötchen Rohlinge werden günstig in osteuropäischen Ländern produziert und enthalten sehr viele Zusatzstoffe.


Reaktionen auf Nahrungsmittel sind sehr häufig multifaktoriell. Das heißt, dass ein Nahrungsmittel alleine  keine Beschwerden macht, jedoch in Verbindung mit bestimmten anderen Stoffen zu deutlichen Symptomen führt. Hierdurch wird die Situation für betroffene sehr komplex und führt häufig zu Verunsicherung.

 

Die wichtigsten Nahrungsmittelintoleranzen die in meiner Praxis getestet werden:


  • Fruktose

  • Sorbit

  • Laktose

  • Histaminintoleranz

  • Glutenunverträglichkeiten

 

Unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (Lebensmittelunverträglichkeit) versteht man alle gesundheitlichen Beschwerden, die als Reaktion auf den Verzehr von Nahrungsmitteln auftreten.

Dabei unterscheidet man vor allem, ob die Nahrungsmittelunverträglichkeit durch allergische Reaktionen entsteht (Nahrungsmittelallergie) oder ob andere Mechanismen dahinter stecken (Nahrungsmittelintoleranz, z.B. Laktoseintoleranz). Ein anderer Begriff für die Nahrungsmittelunverträglichkeit lautet Nahrungsmittelhypersensitivität.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann sich durch ganz unterschiedliche Symptome äußern. Die Bandbreite reicht dabei von Reaktionen der Haut (z.B. Juckreiz, Hautrötungen) über Magen-Darm-Beschwerden (wie Bauchschmerzen oder Durchfall) bis hin zu Kopfschmerzen oder Atembeschwerden. Treten solche Symptome nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln auf, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.


Um bei einer Lebensmittelunverträglichkeit die Diagnose zu stellen, versucht der Arzt in der Regel, andere mögliche Ursachen für die Symptome auszuschließen. Allergietests können dabei helfen, eine Nahrungsmittelallergie nachzuweisen. Auch die bisherige Krankengeschichte des Patienten ist für die Stellung einer Diagnose wichtig. Ein Symptom-Tagebuch, in dem der Betroffene festhält, was er isst und trinkt und wann die Beschwerden auftreten, kann zusätzlich Aufschluss darüber geben, was der Auslöser der Nahrungsmittelunverträglichkeit ist.

Immer wieder entsteht durch die Medien der Eindruck, dass viele Menschen von einer Lebensmittelunverträglichkeit betroffen sind. Tatsächlich sind echte Nahrungsmittelunverträglichkeiten jedoch vergleichsweise selten. Während beispielsweise etwa 15 bis 20 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland eine Pollenallergie haben, liegt nur bei circa 3 bis 4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vor.

 

 
 
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